10. Burgbernheimer Literaturnachmittag rund um den Marktplatz am 19.11.2017

Zum 10. Mal Lesetour Burgbernheim !!!

10. Burgbernheimer Literaturnachmittag rund um den Marktplatz

Wer hätte gedacht, dass die Lesetour so gut ange­nommen wird!!!

2008 haben wir den Literaturnachmittag "Rund um den Marktplatz" begonnen und alle Mitwirkenden waren sehr ge­spannt, ob denn überhaupt einige Be­sucher kommen würden. Gottseidank war unsere Sorge unbegründet, denn es lief von Anfang an recht gut und im Laufe der Jahre konnten wir immer mehr Gäste zu den Lesungen und anschließend im Rathaus begrüßen. Manche Besucher waren fast jedes Jahr dabei, was uns besonders freut.

Auch bei der Suche nach - immer mal wieder neuen - Leseorten wurden wir bisher gut unterstützt. Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass man seine Zeit opfert und einige Umstände in Kauf nimmt, um zum Gelingen einer solchen Veranstaltung beizutragen. Deshalb sind wir für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sehr dankbar. Ohne diese wäre eine Umsetzung der Lesetour in dieser Form gar nicht möglich.

Es hat Spaß gemacht, und wir haben uns über jedes Lob sehr ge­freut. Nichtsdestotrotz geht alles mal zu Ende, zumindest für mich, da ich 2018 in den Ruhestand gehe. Die 10. Lesetour 2017, die

- wie zu Beginn 2008 - wieder "Rund um den Marktplatz" geht, ist also die letzte, die ich organisiere, und für mich ein guter Zeitpunkt aufzu­hören. Ob es diese Veranstaltung auch künftig geben wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht findet sich ja jemand, der evtl. mit neuen Ideen den Literaturnachmittag fort­setzt. Mich jedenfalls würde es sehr freuen, wenn ich künftig mal nur als Besucher an einer solchen oder ähnlichen Veranstaltung teilnehmen könnte.

Bedanken möchte ich mich auf diesem Weg nochmals bei allen, die - egal in welcher Funktion und in welcher Form - Jahr für Jahr zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, denn ohne sie wäre die Durch­führung des Literaturnachmittags überhaupt nicht möglich gewesen.

Ich darf mich aus der Lesetour verabschieden und Ihnen alles Gute wünschen

Ihre Barbara Körner

Nun kommt noch die alljährliche Beschreibung der 10. Lesetour, die am 19.11.2017 wie schon er­wähnt "Rund um den Marktplatz" stattfindet.

Der Ablauf bleibt gleich: An jedem Leseort werden sechs Mal immer dieselben Ge­schichten bzw. Buchauszüge ge­lesen. Die einzelnen Vor­träge dauern 20 Minuten.

Gelesen wird im halbstündigen Rhythmus. Die erste Lesung be­ginnt um 14.30 Uhr, die zweite um 15.00 Uhr, die dritte um 15.30 Uhr, die vierte um 16.00 Uhr, die fünfte um 16.30 Uhr und die letzte um 17.00 Uhr. An den Leseorten liegen Pro­gramme aus, denen Sie Näheres ent­nehmen kön­nen. Dort erhalten Sie auch die Teilnahmekarten zum Preis von 2,00 €. Hilfreich wäre es, wenn Sie das Geld pas­send hätten.

Wo Sie mit der Tour beginnen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Nachfolgend sind die einzel­nen Stationen und Leser aufgeführt:

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Asyl-Cafè, Untere Rathausgasse 1 (ehem. Reisebüro Flugbörse)


Daniela Wattenbach liest aus dem Buch "Ich bin Malala " von Malala Yousafzai




Ihre Geschichte sorgte international für Erschütterung: Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich dem Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Obendrein führte sie für die BBC ein vielbeachtetes Blog-Tagebuch über ihren Alltag unter den Islamisten. Damit war ihr Todesurteil gefällt. Die Kugel traf Malala aus nächster Nähe in den Kopf; doch wie durch ein Wunder kam das mutige Mäd­chen mit dem Leben davon. Schon kurz danach hat sie erklärt, dass dieser Anschlag sie nicht davon abhalten wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere Mädchen, ein­zutreten. Dies ist ihre Ge­schichte. Malala Yousafzai wird 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.





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Friseur-Salon "Kammäleon", Marktplatz 5

Edith Burns und Ulrike Mollwitz lesen aus "Agatha Raisin und der tote Friseur"

von M.C. Beaton


In den Cotswolds gilt Mr. John als genialer Friseur, weshalb die Frauen bei ihm Schlange ste­hen. So auch Agatha Raisin. Denn der Selbstversuch, ihre (wenigen!) grauen Haare zu färben, ging gründlich schief. Gut, dass Mr. John noch einen freien Termin hat. Und wie es scheint, findet der charmante Friseur nicht nur Agathas Haare reizvoll, sondern auch ihr Herz. Doch als Mr. John vergiftet wird, endet ihre gemeinsame Zukunft, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Ist der Täter eine Kundin des Friseurs? Der Verdacht liegt nahe, meint Agatha, und geht dem haarsträubenden Fall auf den Grund.




Marion Chesney (* 1936 in Glasgow) ist eine schottische Schriftstellerin, die sich vor allem durch ihre zahlreichen historischen Liebesromane und Krimis einen Namen gemacht hat. Ei­nen Teil ihrer Werke veröffentlicht Marion Chesney unter verschiedenen Pseudonymen: M. C. Beaton, Sarah Chester, Helen Crampton, Ann Fairfax, Marion Gibbons, Jennie Tremaine und Charlotte Ward.




Ihre berufliche Karriere begann in einem Buchladen in Glasgow, wo sie Romane verkaufte. Später arbeitete sie als Theaterkritikerin, Reporterin und Redakteurin für verschiedene schotti­sche Zeitungen. Sie heiratete und zog mit Mann und Sohn vorübergehend in die USA. Um länger zu Hause bei ihrem Kind bleiben zu können, begann sie historische Romane zu schrei­ben. Nach über 100 Büchern, die vorwiegend im 19. Jahrhundert spielten, wechselte sie zu Kriminalromanen. Heute lebt sie in einem Cottage in den Cotswolds, wo die Detektiv-Reihe um Agatha Raisin ihren Ursprung nahm.



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EWT Akademie Burgbernheim, Marktplatz 5 (früh. Stadttreff)


Ernst Grefig liest aus dem Buch "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach die Kurzgeschichte "Notwehr"




Ein ungewöhnlicher Autor, ein ungewöhnliches Buch. Ferdinand von Schirach, geb. 1964 in München, ist ein deutscher Strafverteidiger, Schriftsteller und Dramatiker. Er wuchs bis zum Alter von vier Jahren in München auf, wohnte danach in der Nähe von Stuttgart und besuchte ab dem Alter von zehn Jahren bis zum Abitur das Jesuiten-Kolleg St. Blasien, über das er anläss­lich der Missbrauchsfälle im Spiegel schrieb. Nach seinem Studium in Bonn und seinem Referendariat in Köln ließ er sich 1994 in Berlin als Rechtsanwalt nieder, spezialisiert auf Straf­recht. Er hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle, deren Geschichten er erzählt.




Mit 45 Jahren veröffentlichte er seine ersten Kurzgeschichten. Schirach wurde zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands, dessen Bücher weltweit Bestseller sind und ihn „zu einem international gefeierten Star der deutschen Literatur“ machten. Seine Bücher erschienen in 40 Ländern.



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Gaststube im "Weißen Roß", Marktplatz 1


Herta Dietrich liest ihre Kurzgeschichten “Gefallen”, “Gedankengestöber” und "Das kleine Mädchen"




“Gefallen” hat 2016 in Nürnberg den Fränkischen Kurzgeschichtenpreis gewonnen. Es ist eine Biergarten-Geschichte, aber im Kern geht es um den dramatischen und traumatischen Verlust eines geliebten Menschen. Es ist eine kunstvolle Geschichte, die sicherlich das Prädikat “be­sonders wertvoll” verdient.




In der in einer Anthologie bereits veröffentlichten Geschichte "Gedankengestöber" geht es um Krankheit und Verzweiflung, aber auch um Hoffnung und Rettung.




"Das kleine Mädchen" wurde im Herbst 2016 bei einem Schriftsteller-Wettbewerb in Rothenburg prämiert. In der Geschichte, in der es natürlich um den besonderen Reiz und die Schönheit Rothenburgs geht, ist die Geschichte eines kleinen jüdischen Mädchens im Dritten Reich eingewoben. Sie erzählt von dem Schrecken und der Rettung, die das Kind erfährt, aber auch von den traumatischen Spuren, die diese Erlebnisse hinterlassen haben.




Geboren wurde Herta Dietrich 1966 in Siebenbürgen und hat dort nach Abitur und Germa­nis­tik-Stu­dium als Deutschlehrerin in einer ru­mänischen Schule gearbeitet. Seit 1990 lebt sie in Bad Windsheim und arbeitet dort als medizinische Fach­angestellte.



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Gewölbekeller im Herrenkellerhaus, Obere Kirchgasse


Stefan Schuster liest aus dem Buch "Toppler - ein Mordfall im Mittelalter" von Ernst W. Heine




Heinrich Toppler ist eine historische Figur: Geboren um 1340, war er ein reicher Kaufmann und Bürgermeister der Stadt Rothenburg o. d. T., die unter seiner Führung im 14. Jahrhundert zu Ansehen und Wohlstand gelangte. Doch Topplers Glück war nicht von Dauer: 1408 fand er unter mysteriösen Umständen im Kerker von Rothenburg den Tod. Doch warum sollte die Stadt ihren erfolgreichen und hochverehrten Bürgermeister hinrichten? Ging der Hinrichtung überhaupt eine gerichtliche Verurteilung voraus? Oder war es Mord aus Habgier? E.W. Heine folgt den Lebensspuren Heinrich Topplers und bemüht sich um die Aufklärung des bis heute ungelösten Falls. Zugleich entwickelt er das farbenprächtige Panorama einer aufregenden und ereignisreichen Epoche: das ausgehende Mittelalter, die Zeit der Hungersnöte, der Kriege, des Verfalls der Kirche, aber auch des aufstrebenden Bürgertums wird zum Leben erweckt.




E. W. Heine, in Berlin geboren, arbeitete als Architekt über ein Jahrzehnt in Südafrika und mehrere Jahre in arabischen Ländern. Neben kulturgeschichtlichen Titeln wurde er vor allem durch seine skurril-makabren Erzählungen bekannt. Mit seinem Roman "Das Halsband der Taube" gelang Heine ein Bestseller und der Durchbruch als Autor großer historischer Romane. E. W. Heine lebt als freier Autor in Bayern.

Wie immer werden aMehr anzeigen

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m Ende aller Lesungen um ca. 17.30 Uhr die Tour­besucher und Leser zum ge­mein­samen Ausklang und Gedankenaustausch sowie zur Verlosung einiger Bücher in den Sitzungs­saal im Rathaus eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie

Ihr Lesetourteam