Aufbau einer regional-gewerblichen Streuobstinitiative

Beteiligungserklärung zum Herunterladen


Nach der erfolgreichen Gründung der Streuobst Mittelfranken-West e.G. und den hervorragenden Sammelergebnissen an den Streuobst-Sammelstellen, steht nun ein weiterer Schritt der noch jungen Genossenschaft an: Der Verkauf der Säfte, der Schorle, des Secco und des Glühmostes läuft an. Ab sofort erhalten Sie in zahlreichen Geschäften, Getränkemärkten und Gastwirtschaften die neuen Produkte. In Burgbernheim können Sie diese im EDEKA-Markt Blümlein und im Frankenland-Getränkemarkt erwerben.


Apfelschorle Ettikett





Die im Juni 2014 neu gegründete Streuobst Mittelfranken-West eG hat ab 13.9.2014 an sechs verschiedenen Sammelstellen im Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim mit der Annahme von Streuobst begonnen. An den vier Sammeltagen konnten insg. 300 Tonnen Streuobst angenommen und zu Saft verarbeitet werden. Aufgrund der beschränkten Tankkapazitäten finden keine weiteren Annahmetermine mehr statt.


Freuen Sie sich auf die neuen Produkte, die unter dem Namen "EinHeimischer" Ende des Jahres zum Verkauf angeboten werden. Näheres in Kürze.

http://www.einheimischer.de



Hier können Sie sich die Sammeltermine für das Streuobst herunterladen



140 Mitglieder gründeten 04.06.2014 in der Roßmühle Burgbernheim die „Streuobst Mittelfranken-West e.G“. Damit konnte eine zweijährige Vorbereitungsphase abgeschlossen werden, in die viele Informationsveranstaltungen und Vorgespräche fielen. Bis zur Gründungsversammlung gingen 200 Absichtserklärungen ein, darunter von 27 Gemeinden, 37 Vereinen, 2 Gastwirten, 6 Firmen und 128 Privatpersonen. Die Produkte werden künftig unter der Marke „EinHeimischer“ vermarktet. Diesen Namensvorschlag erläuterte Armin Höhn von der Werbeagentur ad-room aus Bad Windsheim. Im Laufe des Abends konnte das Vorstandstrio mit Andrea Blaser, Richard Eisen und Wolfgang Haager besetzt werden. Diese kümmern sich um die Sammelstellen, das Marketing und die Finanzen der Genossenschaft. In den Aufsichtsrat wurden gewählt: Matthias Schwarz (Vorsitzender), Herbert Geißendörfer (stellv. Vorsitzender), Christa Schellartz (Schriftführerin), Andrea Rommeler, Norbert Metz, Karin Eigenthaler, Friedrich Pickel, Robert Binder und Herbert Krönert. Ab Herbst 2014 soll an verschiedenen Sammelstellen im Landkreis Streuobst angekauft werden, das anschließend bei der Mosterei Heim in Scheinfeld verarbeitet und abgefüllt wird. Die Schorleabfüllung läuft über die Brauerei Loscher in Münchsteinach. Die Produkte können dann ab November/Dezember 2014 im Einzelhandel und in verschiedenen Getränkemärkten gekauft werden.


Bild Etiketten Einheimischer




Die Gründung der Genossenschaft erfolgte Anfang Juni 2014.


Satzung der "Streuobst Mittelfranken-West e.G."


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In den vergangenen Monaten wurde unter Mitwirkung vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim die Idee auf den Weg gebracht, mit einer Regionalsaftinitiative eine Perspektive für die landschaftsprägenden Obstbestände zu entwickeln. Aus dem Obst, das im Landkreis und angrenzenden Gebieten angekauft wird, soll eine Palette an Saftprodukten hergestellt und vermarktet werden.

Mit der Gründung einer Genossenschaft soll dieses Ziel im Mai 2014 in die Tat umgesetzt werden.

Wenn auch Sie Geschäftsanteile an der

Streuobst-Franken e.G.

erwerben wollen, bitten wir Sie, die  Absichtserklaerung.pdf  auszufüllen und an eine der angegebenen Adressen zu schicken.




„Zukunft für Streuobst aus dem Landkreis“ — Burgbernheim initiiert regionale Saftinitiative für den Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim


In den nächsten Wochen werden die Hänge des Frankenhöhenanstiegs von Marktbergel bis Burgbernheim und darüber hinaus wieder mit einem Meer aus Kirsch-, Zwetschgen-, Birnen- und Apfelblüten überzogen. Hunderte Besucher werden wohl neben den Einheimischen bei Spaziergängen diese Pracht bewundern und den landschaftsästhetischen Wert dieser Streu­obstbestände bestaunen.

Aber diese Streuobstbestände haben kein ewiges Leben, und viele der Obstbestände sind un­gepflegt und vergreist. Wenn man die Rückgangszahlen in Bayern in den letzten 60 Jahren betrachtet, wird deutlich, wie gefährdet unsere heimischen Obstbestände sind. Von mehr als 20 Millionen Streuobstbäumen die im Jahr 1965 noch gezählt wurden, haben wir bereits 13 Millionen verloren und die Verluste sind noch nicht gestoppt.

Sie wissen als Obstbaumbesitzer sicher am besten, dass der Anreiz, sich um die Bäume und Obstflächen zu kümmern, dann steigt, wenn die Verwertung der Erträge funktioniert. Wenn aber die eigene Apfelmus-, Apfel-, Zwetschgen- oder Birnengeleeproduktion eingestellt ist, die Äpfel nicht mehr eingelagert oder zu einem guten eigenen Saft verwertet werden und dar­über hinaus der Verkauf nicht mehr lohnend ist, dann werden Sie schwerlich die Motivation zum notwendigen Obstbaumschnitt aufbringen, geschweige denn einen jungen Baum nach­pflanzen. Mit Idealismus alleine können wir unseren Streuobstbeständen keine Zukunft ge­ben. Die Erhaltung und Entwicklung der landschaftsprägenden Streuobstbestände rund um Burgbernheim und anderen Teilen des Landkreises ist in ganz entscheidendem Maße an die Nutzung gebunden. Genau um diese Nutzungsverbesserung will sich die Stadt Burgbernheim mit Unterstützung der Landschaftspflegeverbände Mittelfranken und Neustadt kümmern. Zwar sind in den letzten Jahren Alternativen entstanden, wie die mobile Saftpresse von Herrn Hupp, oder die Ankaufinitiative des Bundes Naturschutz für die Marke „Grünspecht“, aber die Stadt Burgbernheim möchte einen weiteren wichtigen Schritt einleiten. „Regionalsaft“ heißt das Zauberwort. Damit ist der Aufbau einer regionalen Saftmarke gemeint, die die Obsterträge aus dem Landkreis zusammenführt, in einer regionalen Mosterei zu Saft und Schorleprodukten verarbeiten lässt und unter einem eigenen Markennamen in der Region vertreibt. Landkreissaft und Landkreisschorle aus eigenen Obsterträgen werden in einer Mos­terei des Landkreises hergestellt. Von diesem klaren regionalen Konzept könnten neben den Streuobstbeständen und den Obstwiesenbesitzern auch ein regionaler Mostbetrieb und die Gastronomie profitieren.

  

Wo kommt der Saft für unsere Apfelschorlen her?

Dem Rückgang des heimischen Streuobstes steht übrigens gegenüber, dass eine große Anzahl von Apfelsäften und vor allem Apfelschorlen, die es bei uns zu kaufen gibt, aus Fruchtsaft­konzentrat hergestellt werden. Kaum einer der Hersteller von Apfelschorlen bezieht die Grundsäfte dafür von einer regionalen Mosterei. Konzentrate werden aus vielen Ländern
- größte Lieferanten sind Polen, Türkei, Österreich und China - über die Lebensmittelfirmen Wild und Döhler aus Baden-Württemberg an Getränkefirmen zur Schorlenherstellung weiter­gegeben. Gerade der Markt an Apfelschorlen ist in den vergangenen Jahren regelrecht „ex­plodiert“. Konsumsteigerungsraten von 85 % verzeichnet der Apfelschorlenmarkt seit 2003. Im Gegensatz dazu ist ein Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs an reinem Apfelsaft von 35 % zu verzeichnen. Damit wird klar, dass der „Saftmarkt“ eigentlich ein „Schorlenmarkt“ ist. Kaum eine Veranstaltung, ob im öffentlichen oder privaten Bereich kommt heute ohne fertige Apfelschorlen aus. Hier liegt auch für ein regionales Qualitätsprodukt eine große Chance. Die Herstellung solch einer „Regionalschorle“ hat damit auch für die neue Initiative höchste Prio­rität.

   

„An apple a day keeps the doctor away“

Zum hohen gesundheitlichen Wert der Äpfel aus den heimischen Streuobstwiesen gibt es re­lativ neue Ergebnisse einer Forschungsgruppe, die Äpfel und Säfte unter die Lupe genommen hat. In dem Forschungsvorhaben hat eine ganze Reihe von Pharmazeuten, Chemikern und Medizinern eine Vielzahl von Erkenntnissen zusammengetragen. Die Ergebnisse dieser Stu­dien zeigen deutlich, dass in unseren alten Apfelsorten, die auf Hochstämmen wachsend auch unsere Landschaften prägen, deutlich mehr gesundheitlich bedeutsame Stoffe stecken (sekun­däre Pflanzenstoffe) als in den neuen Sorten, die uns im Supermarkt angeboten werden. Es lohnt sich deshalb, sich um die alten Streuobstbestände zu kümmern, denn neben dem Ver­zehr als Tafelobst sind auch die daraus hergestellten naturtrüben Direktsäfte gesundheitlich von höherem Wert.

  

Aufbau einer regionalen Saftinitiative bis Herbst 2014

Mit dem Beschluss des Stadtrats am 18.04.2013, eine Eigenanteilsfinanzierung für die Auf­bauarbeiten des Landschaftspflegeverbandes zu übernehmen, ist der Startschuss für diese Ini­tiative gefallen. In vielen Informationsveranstaltungen, Recherchen, Vorgesprächen und Ab­sprachen mit notwendigen Partnern will die Stadt Burgbernheim und der Landschaftspflege­verband das Projekt in den Landkreis tragen und im Herbst 2013 mit den konkreten Grün­dungsarbeiten für eine Organisation (GmbH oder Genossenschaft) beginnen.

Dabei kann der Landschaftspflegeverband Mittelfranken viele Erfahrungen aus dem Aufbau einer ähnlichen Initiative in der Region Hesselberg („hesselberger“) einbringen. Gelingen kann dieses Projekt aber nur mit einer hohen Beteiligung von vielen Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises aus allen Interessensbereichen. Die Initiatoren hoffen in diesem Zusammen­hang auf eine breite Unterstützung durch Obst- und Gartenbauvereine, Kommunen, öffent­liche Einrichtungen, Landwirte, Unternehmer, Gastronomie-, Kur- und Beherbergungsbe­triebe, Getränke- und Lebensmittelbetriebe und viele andere. Mit vielen Vertretern aus diesen Gruppierungen kann ein wirtschaftlich tragfähiges Netz für diese Regionalsaftinitiative auf­gebaut werden.

Für alle, die sich ein Engagement in dieser neuen Initiative vorstellen können und dieses Pro­jekt mit eigenen Ideen und Fähigkeiten unterstützen möchten, stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung. In den nächsten Mitteilungsblättern werden wir Sie mit weiteren Informatio­nen versorgen.

 

Gemeinsam können wir ein Stück Zukunft für unsere tollen Streuobstwiesen bauen!

  

Ansprechpartner:

Stadt Burgbernheim

Bürgermeister Matthias Schwarz

Tel. 09843 309-20

E-Mail: m.schwarz@burgbernheim.de

 

Landschaftspflegeverband Mittelfranken

Norbert Metz, Dipl.Ing. Landespflege (FH)

Tel. 0981 4653-3525

E-Mail: metz@lpv-mfr.de



Zukunft für Streuobst im Landkreis NEA?
Präsentation der Ideen zum Aufbau einer regional-
gewerblichen Saftinitiative im Landkreis Neustadt/Aisch


Einladung zu öffentlichen Informationsveranstaltungen am:


14. Januar 2014, 19.00 Uhr Burgbernheim,

Gasthof „Zum Goldenen Hirschen“


15. Januar 2014, 19.00 Uhr Baudenbach;
Gemeindehalle Baudenbach




Wettbewerb zur Namensfindung

Finden Sie einen klangvollen Markennamen für regionale Saft- und Schorleprodukte!

Wie Sie aus mehreren Pressemeldungen und Vortragsveranstaltung bereits erfahren konnten, plant die Stadt Burgbernheim in Kooperation mit der LAG Aischgrund und dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken den Aufbau einer regionalgewerblichen Saftinitiative, die aus den Obsterträgen im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim regionale Saft- und Schorleprodukte herstellen und vermarkten soll.

Ein wichtiger Aspekt für das Gelingen dieser Idee ist ein guter Markenname für die neuen regionalen Saftprodukte. Der Landkreis umfasst mehrere Landschaftsräume wie den Frankenhöheanstieg, das Zenntal, den Uffenheimer Gau, den Steigerwald und den Aischgrund, in denen Obstbestände für diese neue Verwertungsidee stehen. Die Initiatoren der Saftinitiative möchten alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises aufrufen, Namensvorschläge einzureichen, die evtl. eine Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen Landschaftsräumen herstellen können oder sonst ein klangvolles Symbol für Säfte und Schorlen aus der Region sein können.

 

Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge bis spätestens 25.01.2014 an:

 

Bürgermeister Matthias Schwarz
Tel. 09843/309-20, Fax 09843/309-30, m.schwarz@burgbernheim.de

oder

  

Norbert Metz, Landschaftspflegeverband Mittelfranken
Tel. 0981/46533520, metz@lpv-mfr.de

  

Die drei besten Vorschläge, die von einer Jury ausgewählt werden, bekommen am Streuobsttag 2014 der Stadt Burgbernheim Preise überreicht (z.B. Fahrt mit einem Heißluftballon).


LEADER-Hinweisschild-HG